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Ab sofort kann das Gesamtverzeichnis 2011/2012 als pdf-Datei (180 kb) heruntergeladen werden, siehe "Gesamtverzeichnis 2011/2012"

Ab sofort kann der vergriffene Titel
Michel Husson
Kapitalismus pur

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Folgende ISP-Titel sind wieder lieferbar:
Reiner Tosstorff, Die POUM in der spanischen Revolution
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Daniel Behruzi, Die Sowjetunion 1917-1924. Revolution - Arbeiterdemokratie - Bürokratisierung
Wissenschaft & Forschung 17
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Hugo Blanco
Wir Indios
Der Kampf der Indigenas gegen rassistische Unterdrückung und die Zerstörung ihrer Umwelt
Mit einem Vorwort von Michael Löwy
175 Seiten, kartoniert, € 19,80
2011, ISBN 978-3-89900-137-2


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Der Peruaner Hugo Blanco ist einer der bekanntesten Bauernführer und linken Aktivisten Lateinamerikas. In den frühen sechziger Jahren war er einer der Anführer des Aufstandes der Quechua-Bauern in der Region von Cuzco. Ihm gelang es, eine Verbindung zwischen den spanisch sprechenden Linksintellektuellen der Hauptstadt und den Quechua sprechenden indigenen Bauern und Landarbeitern zu schaffen. Er organisierte die Bauern in Gewerkschaften und Selbstverteidigungskomitees, damit sie das von den Großgrundbesitzern abgerungene Land gegen die Pistoleros und die Polizei verteidigen konnten. In den von ihnen kontrollierten Gebieten in den Tälern von La Convención und Lares führten diese Gewerkschaften eine radikale Landreform durch und organisierten die Schulbildung der Menschen.

In seinem Buch analysiert Blanco das Verhältnis der Indios zur Natur - zu "Pacha Mama" - und die Strategien der Konquistadoren und ihrer heutigen Nachfolger, die bäuerlichen Indiogemeinschaften - das ayllu - zu zerstören und die Wirtschaft dem Weltmarkt dienstbar zu machen. Die sozialen und ökologischen Folgen dieser Politik sind überall sichtbar.


Ellen Meiksins Wood
Demokratie contra Kapitalismus
Beiträge zur Erneuerung des historischen Materialismus
304 S. kart., € 29,80
2010, ISBN 978-3-89900-123-5


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Ellen Meiksins Wood argumentiert, dass das theoretische Projekt des Marxismus und dessen Kritik des kapitalistischen Systems auch nach dem Kollaps des Kommunismus aktuell und notwendiger denn je ist. Zeitgenössische intellektuelle Moden, die die Kritik des Kapitalismus für obsolet halten, von postmoderner Fragmentierung sprechen und Differenz, Kontingenz und Identitätspolitik an die Stelle des einstmals universell gedachten Emanzipationskampfes der arbeitenden Klassen stellen, hält Wood für untauglich, das kapitalistische System überhaupt zu denken, geschweige denn zu kritisieren.
In ihrem - in der neueren marxistischen Diskussion bereits zum Klassiker avancierten und hier erstmals auf Deutsch vorliegenden - Buch unternimmt sie es, das kritische Programm des historischen Materialismus, dessen grundlegende Konzepte und dessen Theorie der Geschichte zu erneuern. Auf originelle und ideenreiche Weise untersucht sie die Eigenart des Kapitalismus als eines Systems sozialer Beziehungen und politischer Macht, entfaltet dabei eine Theorie der Demokratie und zieht einen Faden von der Antike zur Moderne. Schließlich analysiert sie das widersprüchliche Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus und fragt danach, auf welchen Wegen die Demokratie über die vom Kapitalismus gesetzten Grenzen hinaus weitergetrieben werden könnte.

Ellen Meiksins Wood gehört zu den international renommiertesten Marxisten der Gegenwart. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher zur Geschichte und Theorie bürgerlicher Gesellschaftsformen und lehrte bis zu ihrer Emeritierung Politische Wissenschaften an der York-Universität in Toronto, Kanada. Heute lebt und arbeitet sie in London.



Lutz Getzschmann
Indien und die Naxaliten
Agrarrevolution und kapitalistische Modernisierung
Wissenschaft und Forschung 25
415 S., kart., € 32,00
2011, ISBN 978-3-89900-025-2


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Der indische Subkontinent befindet sich in einem Prozess rasanter ökonomischer und gesellschaftlicher Modernisierung. Während die bürgerlichen Medien diese kapitalistische Durchdringung als Fortschritt feiern, geraten die katastrophalen sozialen Folgen ungleicher Entwicklung und der Zerstörung der kleinbäuerlichen Subsistenzwirtschaften meistens aus dem Blickfeld.
Verlierer des Fortschritts sind in besonderem Maße die untersten ländlichen Kastengruppen und als "Unber�hrbare" stigmatisierten Dalits sowie die Adivasi, die indischen UreinwohnerInnen, deren Siedlungsgebiete in Zentral- und Ostindien den Erschließungsplänen gro�er Bergbaukonzerne und Holzunternehmen im Wege stehen.
Die "Naxaliten" sind eine seit �ber 40 Jahren bestehende kommunistische Aufstandsbewegung, die ihre Wurzeln in der Erhebung der Dalit-Landarbeiter und Adivasi im nordbengalischen Naxalbari im Fr�hjahr 1967 hat.
Heute sind bewaffnete Naxalitengruppen wie die CPI (Maoist) in ca. 40 Prozent des indischen Territoriums aktiv und haben in Zentralindien mehrere "befreite Zonen" errichtet. Legalisierte Naxalitenparteien wie die CPI-ML- Liberation sind in Regionalparlamenten vertreten und profilieren sich als fundamentale Opposition gegen die kapitalistische Globalisierung.
In diesem Buch wird die Geschichte der Naxaliten im Kontext der Klassenauseinandersetzungen und sozialen Bewegungen Indiens dargestellt. Die Triebkräfte sozialer Rebellion und ihre Entwicklung von den 1960er Jahren bis heute stehen im Mittelpunkt der Untersuchung. Auf dieser Grundlage wird nach der historischen Rolle, den Perspektiven, aber auch den Grenzen der bewaffneten Bewegungen gefragt. Die Naxaliten erweisen sich dabei als Bestandteil der auf verschiedenen Ebenen entstandenen Bewegungen gegen die destruktive kapitalistische Modernisierung Indiens.



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